In diesem Beitrag wollen wir die Einsatz- bzw. Forschungsgebiete aus dem Bereich Forschung und Kunst beleuchten.
Bereits erschienen sind:
- Next Generation Media – das Internet der Dinge Teil 2 – Business
- Next Generation Media – das Internet der Dinge Teil 2 – Spielzeug
- Next Generation Media – das Internet der Dinge Teil 1 – RFID
- Next Generation Media – das Internet der Dinge Teil 1

Touch
In den letzten Beiträgen haben wir immer wieder Ergebnisse einer sehr interessanten Forschungsgruppe um Timo Arnall vorgestellt – Touch. Diese Einrichtung gehört zur Oslo School of Achitecure & Design und erforscht die Near Field Communication (NFC), eine Technologie die eine Verbindung zwischen einem Mobiltelefon und physischen Dinge ermöglicht. Im Laufe der Entwicklung bringt die Gruppe mit seinen Studenten immer wieder interessante Lösungen zum Beispiel für den Einsatz der RFID-Technologie – nicht immer zwinged in Kombination mit einem Handy. Über das Suchwort “Touch” kann man alle Beiträge in unserem Blog sehen, die mit der Forschungsgruppe zusammen hängen.
Hier noch ein kleiner Film der Gruppe, der visualisieren soll, wie die Welt aussehen würde, wenn man jedes elektromagnetische Feld in unserem alltäglichem Leben sehen würde.
Weitere interessante Beispiele:
Pling Plong / Sound Pillow
Hairfid interface
Playful augmented product workshop
Touch Vimeo Channel

OpenBeaconProjekt
Im Zusammenhang mit dem Chaos Communication Congress findet seit 2006 immer ein Massenprojekt statt. Jeder Besucher des Kongress kann sich für 10 Euro einen CCC Sputnik tag kaufen und an einem Experiment teilnehmen. 2008 hieß das Motto “Nothing to hide”. Die Besucher konnten freiwillig ausprobieren, wie es sich anfühlt wenn sie komplett überwacht werden. Jede Bewegung, jede Begegnung mit anderen Messebesuchern wurde gespeichert und direkt über eine Videowand angezeigt. Dies wird dadurch ermöglicht, dass der Sputnik mehrfach pro Sekunde an einen der überall auf dem Gelände angebrachten RFID-Reader sendet und in einer zentralen Datenbank die Information verwaltet wird. Jederzeit hat der Proband die Möglichkeit durch entfernen der Batterie aus dem Experiment auszusteigen.
Das OpenBeaconProjekt will die Überwachung von Morgen schon Heute zeigen und auf die Gefahren aber auch Möglichkeiten der aktuellen RFID-Technik aufmerksam machen. Mit Sitz in Berlin hat die Organisation schon viele freie Entwickler für ihre Idee begeistern können, so dass sich inzwischen auch viele Interessierte aus der ganzen Welt beteiligen.
Mehr Informationen:
http://www.openbeacon.org
http://www.openbeacon.org/dl/OpenBeacon/datenspuren.pdf
http://www.breitband-online.de/index.php?id=home&no_cache=1&run_mode=thema&thema_id=509

RFID sniffer
Marc Boon bietet in seinem Shop einen RFID Sniffer zum Kauf an. Über simple Technik meldet sich der kleine Helfer mittels eines LEDs, sobald sich in seiner Nähe ein RFID-Tag befindet. Gibt es in drei verschiedenen Varianten: RFID sniffer kit zum selber basteln, RFID sniffer als Anhänger komplett funktionstüchtig und das RFIDuino kit für die Implementierung auf einem Arduino-Board.

ikTag
Bei dem ikTag handelt es sich um eine Erkennungsmarke (natürlich mit einem RFID-Chip drin) für ein Socialnetwork. Im ersten Moment nichts besonderes, erinnert es doch stark an die Pokens. Die Idee hinter ikTag ist aber viel mehr, dass es sowieso nur auf Kongressen bzw. Messen funktioniert. So wurde es zum ersten Mal auf den picnic eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein großes Festival rund um Kreativität aus den Bereichen Technologie, Media, Entertainment, Forschung und Kunst. Es findet jeden September in Amsterdam statt. 2008 bekam dort jeder Teilnehmer ein ikTag mit seiner Eintrittskarte ausgehändigt. Auf dem Messegelände gab es dann 10 verschiedene RFID Games, bei denen sich die Teilnehmer näher kennenlernen sollten. Die Spiele wurden in dem Mediamatic Social RFID Hackerscamp erstellt. Alle Spiel-Ideen kann man hier nachlesen. Zwei Ideen soll noch kurz vorgestellt werden – die Friend-Drink-Station und der Photo Booth.

© mediamatic
An dieser Station bekommen zwei Besucher wenn sie zusammen ihre ikTags scannen lassen jeweils ein Getränk umsonst. Dadurch soll wie bei allen anderen Spielen der Kontakt zwischen den Besuchern stimuliert werden. Als Erinnerung an ihren neuen Kontakt bekommen beide Teilnehmer eine Erinnerung an die Hand gegeben, auf der das Profil des jeweilig anderen gedruckt ist.

© nearfield.org
In dem Photo Booth gehen ein oder mehrere Teilnehmer zusammen rein und lassen ein Foto von sich schießen. Das besondere ist, dass die Box die Namen der Personen auf dem Foto erkennt. Jeder Teilnehmer muss nämlich um die Kamera zu aktivieren seine Eintrittskarte an einen Spot innerhalb halten. Dieser liest die Nummer aus und ordnet sie über die Datenbank des Kongresses den jeweiligen Vornamen zu und schreibt diese auf das Foto. Das Bild wird anschließend außerhalb in einem Stream dargestellt und parallel auf der Internetseite des Events veröffentlicht. Alle Teilnehmer können anschließend ebenfalls die Bilder in ihrem eigenen Profil auf der Internetseite abrufen.
Trailer picnic 2009
Weitere Informationen:
http://iktag.nl/
http://www.picnicnetwork.org/page/29106/nl
http://www.mediamatic.nl/page/2531/en
http://www.mediamatic.nl/page/219/en
http://www.nearfield.org/2007/09/photos-and-connections

interactiondesignlab
Das Interaction Design Lab ist ein Designstudio aus Italien. Es entwickelt technologische Innovationen für internationale Unternehmen und akademische Forschungsprogramme. Im Rahmen ihrer Forschung haben sie schon einige interessante Projekte mit der RFID-Technologie umgesetzt.
Cinvevolo

Auf einem Tisch befinden sich verschieden kleine Boxen die wiederum in andere Boxen gestellt werden können. Darin befinden sich RFID-Reader, die je nach Tag dann unterschiedliche Videos auf den Tisch projizieren.
Interactive Pixel
Projektbeschreibung Interactive Pixel
Nebenbei verkauft Interaction Design Lab auch ein komplettes RFID-System (rfid mon amour 1.0) für 358 Euros mit dem man Tags mit Videos in eine Beziehung bringen kann.

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