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Next Generation Media – das Internet der Dinge Teil 2 – Business

Nach dem Lösungen aus dem Bereich Spielzeug innerhalb des Internet der Dinge vorgestellt wurden, stellen wir nun uns bekannte und sehenswerte Lösungen aus dem Bereich Business vor. Dabei wird der Fokus auf Beispielen aus dem Bereich des Kommunikation- bzw. Mediendesigns liegen. Es wird aber auch zusammenfassend auf die anderen Bereiche wie Logistik, Produktion und Gesundheit eingegangen, da gerade diese Bereich den Fortschritt im Bereichen wie RFID vorrantreiben.

Bereits erschienen sind:

magicMirrorTM Touchscreen rfid

© METRO Group

magicmirrorTM

Paxar und thebigspace haben im Jahr 2007 zusammen einen “magischen Spiegel” den magicmirrorTM entwickelt. Es handelt sich hierbei um einen großen Touchscreen mit Spiegeloberfläche und RFID-Lesegerät. Die mit RFID-Chips getaggten Bekleidungsstücke werden vor dem Spiegel ausgelesen und während sich der Kunde betrachtet zusätzliche Informationen auf die Spiegeloberfläche projieziert. So wird der Konsument beispielsweise über Herkunft, Beschaffenheit und Qualitätsmerkmale seiner Ware aufgeklärt und kann sich interaktiv Informationen über Größen und Farben selbst raussuchen.

In Deutschland kann man den magicmirrorTM im METRO Group Innovation Center in Neuss bei Düsseldorf selbst testen.

Pressemitteilung Avery Dennison

© Prada

© Prada

Prada epicenter store in Soho New York

Ende 2001 startete Prada in Soho New York als einer der ersten eine Testreihe mit unsichtbarer Technologie im Verkaufsbereich um dem Kunden ein völlig neues Einkaufserlebnis zu bieten. Möglich wurde diese Vision durch den Einsatz des Taggings über RFID. Nicht nur jedes Kleidungsstück und die Kundenkarten wurden mit einem Transponder versehen, sondern auch die Mitarbeiter selbst. Registrierte sich ein Mitarbeiter über seinen Chip erhielt er Zugang zu vielen weiteren Informationen wie Videos, Zeichnungen oder Farbschemen, sowie Informationen über den zu betreuenden Kunden mittels seiner Kundenkarte. Zu jedem Kleidungsstück gab es nun die Möglichkeit in den Verkaufsräumen zum Beispiel Catwalk-Videos mit dem ausgewählten Kleidungsstücke auf verschiedenen Wiedergabegeräten einzuspielen. Nahm der Kunde das Kleidungsstück mit in die Umkleidekabine wurden diese ebenfalls gescannt und die Zusatzinformationen auf einem Display dargestellt.

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© Prada

In dem Video auf youtube sieht man all diese Prozesse im Detail genau beschrieben.

Kurze Zeit später entschied sich Prada wegen negativen Reaktionen der Öffentlichkeit die Testreihe wieder einzustellen. Einer der Mitarbeiter an diesem Projekt reflektiert in diesem Artikel seine Erfahrungen.

Weitere Informationen:
http://www.ideo.com/work/item/staff-devices-dressing-rooms
http://www.forbes.com/2008/07/22/style-shopping-retailer-forbeslife-cx_jp_0722style.html
http://blog.hslu.ch/outofhomedisplays/2008/03/27/prada-epicenters-japan-usa
http://www.ted.com/index.php/talks/david_kelley_on_human_centered_design.html

© touchatag

© touchatag

touchatag

Touchatag ehemals Tikitag ist eine RFID-System-Lösung, die man für ca. 30 Euro inklusive 10 Tags kaufen kann. Zusätzlich unterstützt es 2D Barcodes und besitzt eine API (Application Programmer Interface) wodurch neue Lösungen für die Geschäftswelt von jedem Entwickler frei entworfen werden können. Auf einer speziell für Geschäftskunden eingerichteten Subdomain (business.touchatag.com) kann man sich fünf Geschäftslösungen für die Verwendung von touchatag anschauen:

  • Elektronische Werttransaktionen wie Kundenbindungsprogramme oder die Vereinfachung von Finanztransaktionen,
  • Event-Erlebnis: touchatag hilft, die Interessen von Konsumenten zu erfassen und verbindet Konsumenten mit den für sie interessanten Informationen im Web,
  • Interaktive Werbung,
  • Intelligente Spiele und Medien sowie
  • Lösungen für mobile Mitarbeiter, mit deren Hilfe diese sich mit einer Berührung für einen bestimmten Dienst oder den Informationszugang von unterwegs registrieren können.

Über die API haben sich auf der Internetseite von touchatag schon einige interessante kostenlose Applikationen angesammelt – von Musicplayern über Emaildienste.



offizielle Pressemitteilung

Poken RFID Handshake

Poken – RFID-Handshake

Poken sind kleine Figuren die über ein RFID-Tag und Lesegerät verfügen. Das Prinzip hinter diesen kleine Dingern ist folgendes. In der realen Welt lernet man ständig neue Bekanntschaften kennen. Sollte so ein neuer Kontakt ebenfalls einen Poken besitzen, hält man beide Poken einfach gegeneinander. In dem Moment speichert der jeweilig andere den ausgelesenden Tag. Zu Hause schließt man den Poken dann einfach über seinen USB-Connecter am PC an und aktualisiert unter doyoupoken.com seine Kontaktliste mit dem neu kennengelernten Poken-Freund. Jeder Pokenbesitzer hat dort ein Profil hinterlegt, in dem er alle seine Social-Network-Profile einpflegen kann. Somit soll der Poken das schnelle Verknüpfen quer durch alle sozialen Netzwerke ermöglichen.

© METRO Group

© Airtag

Airtag

Airtag ist ein französischer Anbieter für Produkte im Bereich des “Shopper Marketing” für Marken und Retailer. In ihrem Portfolio hat die Firma verschiedene Lösungen die alle mit der RFID-Technologie arbeiten. Airfid ist eine Kassenbezahlsystem und Airtag Pad ein Multimedia Device für die Integrierung im Verkaufsbereich für ausführliche Produktinformationen. Airtag Smart Reader ist die wohl interessanteste Lösung. Dabei handelt es sich um einen RFID-Reader der ohne Software arbeitet. Er kann alle RFID-Tags und Karten mit 13,56 MHz lesen. Kostenpunkt ca. 240 Euro. Airkiosk ist dann das klassische Kiosksystem wie man es schon kennt, bloß dass es mit RFID-Chips getaggte Objekte einlesen kann.

www.airtag.com

Amusement RFIDe

RFID-Magazin

Das französische Gaming Culture Magazin Amusement hat in seiner vierten Ausgabe einen RFID-Chip eingesetzt. Wenn man ihn zum Beispiel über einen Violet mir:ror ausliest wird man automatisch mit diversen Add-Ons im Web verbunden. Zusätzlich hat jeder Chip ähnlich wie bei Violets ztamp:s oder nano:ztag eine eigene Email-Adresse. So wünscht sich der Herrausgeber in Zukunft einen verstärkten Austausch zwischen Lesern und Redaktion.

© Jim Sulley/Reuters

© Jim Sulley/Reuters

Interaktive Plakate

Anfang 2007 hatte die BMW-Tochter Mini Usa eine interaktive Anzeigenaktion in 4 amerikanischen Städten geschaltet. Mini testet die Kampagne an 1.000 Mini-Fahrern aus Chicago, Miami, New York und San Francisco, die zur Projektteilnahme eingeladen wurden. Über einen RFID-Chip, der sich im Schlüsselanhänger befand, identifizierte das Plakat herannahende Mini-Fahrer und wechselte von der regulären Werbung auf eine persönliche Botschaft, die für einige Sekunden stehen blieb.

Solche Interaktionen müssen nicht zwingend mit der RFID-Technologie umgesetzt werden, sondern können auch mittels Bewegungssensoren geschehen. Ein sehr schönes Beispiel hatte Adobe mit seiner interaktiven Wall in New York umgesetzt. Oder auch die LED Wall aus diesem Beitrag.


© Yoshikazu Tsuno/AFP

© Yoshikazu Tsuno/AFP

Shiseido “virtuelles Makeup”

Im Ginza-Distrikt von Tokio gibt es im weltberühmten Mitsukoshi Kaufhaus ein virtuelles interaktives Schminkstudio. Über eine Webcam wird ein Foto der Kundin gemacht und anschließend digital auf das Gesicht das Make-Up gelegt. Jedes Produkt in dem Aufsteller ist mit einem Transponder versehen und je nachdem welches Produkt die Kundin gerade in der Hand hält wird das Ergebnis in ihrem eigenen Gesicht dargestellt.

Diese Test-Applikation gehört zu einer Initiative von Japans Wirtschaftsministerium, die die RFID-Technologie in den Endkundenbereich bringen will und gleichzeitig durch den damit verbundenen Slogan “RFID-tags@home” den Kunden für das Thema in den eigenen vier Wänden sensibilisieren soll.

Mehr Informationen:
http://www.focus.de/digital/multimedia/rfid-chips_aid_123472.html

Wein

Der Bereich Weinhandel ist nicht nur im InVideo-Shopping weit vorne mit dabei sondern anscheind generell neuen Technologien nie abgeneigt. Dazu gibt es zwei Beispiele im Internet. Zu einem von Uchida Yoko das “Wine Selection and stylish POS System”. Nicht unbedingt die schönste Lösung aber interessanter Weise ist das System in der Lage mehrere Objekte in eine Beziehung zu setzen und zu vergleichen.

Ein zweites Beispiel ist Winem ein smartes Wein-Reck (Wein-Regal). Es soll dem Weinkenner helfen den Überblick über seine Weinsammlung zu behalten. Jedes Fach des Recks ist mit einem Reader ausgestattet und registriert automatisch wann welcher Wein entfernt wurde, kann Informationen zu dem Wein liefern und dem Weintrinker bei der Suche nach dem richtigen Wein nach Jahrgang, Rebsorte, etc. durch ein- und ausschalten der Fächer helfen. Entwickelt wurde das Produkt von der Firma ThingM.

Weitere Einsatzgebiete von RFID

Neben den obengenannten Lösungen gibt es viele weitere Einsatzgebiete in denen die Technologie schon seit Jahren etabliert und nicht mehr wegzudenken ist. Eine gute Zusammenfassung findet man auf der Seite der METRO Group Future Store Initiative. Kurz noch erklärt, wobei es sich bei dieser Initiative handelt: Eines der weltweit größten Innovationscenter rundum das Gebiet der “intelligenten” Gegenstände sitzt in Essen – die sogenannten Future Store Initiative. Von dort aus versucht die Metro Gruppe die technologischen Standards für die Konsumgüterschaft und Modernisierungsprozesse im Handel voran zu treiben. Der für die Medienbranche interessanteste Teil ist mit Sicherheit das Ziel von Metro für den Kunden ein umfassendes und einzigartiges Einkaufserlebnis zu schaffen. Dabei werden sie tatkräftig von Unternehmen aus Handel, Industrie, IT- und Dienstleitungsbranche unterstützt. Von Coca-Cola bis zur Telekom sind so ziemlich alle großen Marken dieser Welt unter einem Dach vereinigt. Das zeigt sehr deutlich wie stark das Interesse der Industrie an diesem Forschungsgebiet ist.

Metro selbst sagt, dass die Radiofrequenz-Identifikation (RFID) die Schlüsseltechnologie für den Handel der Zukunft ist -  also der Kern des Internet der Dinge. Der wichtigste Baustein für Forschung und Entwicklung ist der real,- Future Store in Tönisvorst bei Krefeld. Hier können die Kunden die Zukunft des Handelns schon heute erleben.

Eine kleine Seite (rfidabc.de) veröffentlicht in regelmäßigen Abständen immer wieder auf witzige Art und Weise neue Anwendungen aus allen Bereichen.

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